Tauchärztliche-Untersuchung

Aufgrund der ungewöhnlichen Umweltbedingungen und Belastungen beim Tauchen sollte der untersuchende Arzt für die Bewertung der Tauchtauglichkeit Grundlagen in Tauchphysik und -physiologie sowie Grundlagen zur Vermeidung, Erkennung und Behandlung tauchbezogener Erkrankungen vorweisen. Zur Beurteilung der Tauchtauglichkeit hat die „Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM) e.V.“ als nationale Fachgesellschaft Empfehlungen erarbeitet. Die Tauchärztliche Untersuchung soll eine gründliche Anamnese inkl. einer Medikamentenanamnese, eine Beurteilung der Psyche sowie eine körperliche Untersuchung beinhaltet. Die Anamnese wird mittels standardisierter Fragebögen erhoben werden. Folgende Untersuchung werden zudem mindestens verlangt: Ruhe-EKG, Spirometrie mit Erfassung der Vitalkapazität (VC), der Einsekunden-Kapazität (FEV1) und des Tiffeneau-Index (FEV1/VC). Die Tauchtauglichkeit ist gegeben, wenn alle erhobenen Befunde unauffällig sind. Die Untersuchung sollte bei Personen unter 40 Jahren alle drei Jahre, nach dem 40. Lebensjahr jährlich wiederholt werden. Auch bei Abweichungen von der Norm ist Tauchen mit Einschränkungen möglich, dann werden weiterführende Untersuchungen sowie zusätzliche fachärztliche Expertisen nötig (weiterführende Literatur s.a. http://www.gtuem.org).