Lungen- und Bronchialheilkunde |
Asthma bronchiale

Das Asthma bronchiale zählt zu der Gruppe der chronisch entzündlichen Atemwegserkrankungen. Bei entsprechend veranlagten Personen führt diese Entzündung zu anfallsweiser Luftnot infolge einer Verengung der Atemwege. Voraussetzung für das Auftreten ist das Vorhandensein einer Überempfindlichkeit des Bronchialsystems („bronchiale Hyperreagibilität, BHR“) gegenüber bestimmten Auslösern. Dies führt in den meisten Fällen zu einer Verkrampfung der glatten Muskulatur der Bronchien („Bronchospasmus“) und zu einer gestörten bronchialen Reinigung („mukoziliäre Clearance“) mit Verlegung der Atemwege infolge einer Flüssigkeitseinlagerung in die Schleimhaut („Schleimhautödem“) und vermehrter bzw. gestörter Schleimsekretion („Hyperkrinie“ bzw. „Dyskrinie“). Diese Symptome und Veränderungen der Bronchien sind in einem hohen Maße rückbildungsfähig (reversibel) und kontrollierbar.

Man unterscheidet das allergische (extrinsische) Asthma, ausgelöst durch Allergie auslösende Stoffe der Umwelt, vom nicht allergischen (intrinsischen) Asthma, ausgelöst z. B. durch Atemwegsinfektionen, Medikamentenunverträglichkeiten, körperliche Anstrengung oder Refluxerkrankung/Sodbrennen. In Reinform kommen diese jedoch nur bei etwa 10% der Patientinnen und Patienten vor, bei der Mehrheit werden Mischformen beobachtet. Während bei Kindern das allergische Asthma häufiger ist, tritt im Erwachsenenalter gehäuft die nicht allergische Form auf.