Lungen-und Bronchialheilkunde |
Pneumologische Trainingsoptimierung

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Das Belastungsasthma („exercise-induced asthma/bronchoconstriction“, EIB) ist eine Son-derform des klassischen Asthma bronchiale. Etwa 3% der gesunden jungen Menschen, 40% der nicht asthmatischen Allergiker und 90% der Asthmatiker bekommen unter körperlicher Anstrengung Luftnot im Sinne eines EIB. Unter Leistungssportler beträgt diese Quote ca. 11-50%, in Abhängigkeit der ausgeführten Sportart. Während der Belastung kommt es in der Regel zu einer Weitstellung der Bronchien und nur in Ausnahmefällen zu dem Auftreten ei-nes EIB. Diese Weitstellung hält bis ca. 1-3 Minuten nach der eigentlichen Belastungsphase an. Bei anfälligen Personen beobachtet man dann ca. 3 Minuten nach der Belastung eine zunehmende Bronchokonstriktion mit einem Maximum nach ca. 10-15 Minuten. Die EIB löst sich im Verlauf nach ca. 30-45 Minuten wieder auf. Typisch bei Anstrengungsasthma ist das plötzliche Auftreten von Hustenanfällen und ausgeprägter Luftnot bei Sportlern nach der Belastung. Als auslösender Faktor wird häufig der Verlust von Flüssigkeit im Rahmen der verstärkten Atmung mit nachfolgender Austrocknung und Auskühlung der Atemwegs-schleimhäute diskutiert. Die Vermeidung von Flüssigkeitsverlusten durch das Einatmen warmer und feuchter Luft reduziert die Rate an EIB-Anfällen fast vollständig.