Lungen-und Bronchialheilkunde |
Tumordiagnostik/pneumologische Onkologie

1 2
Unter einem Bronchialkarzinom (Lungenkarzinom, Lungenkrebs) versteht man eine bösartige Neubildung entarteter Zellen der Bronchien oder Bronchiolen. Bei Männern ist es weltweit die häufigste (und vermeidbarste!) Krebsart, in Deutschland die dritthäufigste nach dem Prostatakarzinom und dem kolorektalen Karzinom (Robert Koch Institut 2008). Hauptursache ist das inhalative Tabakrauchen. Daneben gibt es einige Stoffe, die das Tumorwachstum auslösen können (z.B. Asbest o. Chrom), denen man beruflich bedingt ausgesetzt sein kann. Die Symptome ((Blut-)Husten, Gewichtsverlust, Nachtschweiß, Brustschmerzen, Luftnot, u.v.m.) sind meist unspezifisch und werden selten bewusst wahrgenommen Die Heilungsrate des Bronchialkarzinoms ist immer noch sehr schlecht (5-Jahres-Überlebensrate < 10%). Die Lebenserwartung des einzelnen Patienten ist aber sehr stark vom Stadium der Erkrankung und dem Subtypus abhängig, da der größte Teil der Erkrankungen meist erst in einem prognostisch ungünstigen weit fortgeschrittenem Stadium erkannt werden, kommt der Vorsorgeuntersuchung gefährdeter Risikogruppen eine besondere Bedeutung zu. Vom feingeweblichen Subtyp ausgehend unterscheidet man zwischen dem kleinzelligen Bronchialkarzinom (SCLC, 20-25%) und dem nichtkleinzelliges Brochialkarzinom (NSCLC, 70-75%) sowie weiteren (seltenen) Karzinomarten (<5%). Die Therapie (Operation, Chemo-therapie, Bestrahlung) orientiert sich an dem Stadium sowie dem Subtyp.